St. Aegidienkirche Frankenberg  
Freuen dürfen sich alle, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!  (Die Bibel, Johannes 20,29)
   
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„Alles ist erlaubt.“

Das klingt nach Anarchismus oder antiautoritärer Erziehung - also nach Konzepten, die man nicht ausprobieren muss, um ihre Unsinnigkeit zu erkennen.

 

„Alles ist erlaubt.“
Sollte dieser Satz in der Bibel stehen? Ist die Bibel nicht das Buch der Zehn Gebote und abertausend Vorschriften? Gibt es nicht deswegen in der Evangelischen Kirche den endlosen Streit zwischen den „Liberalen“ („Du kannst tun und sagen was du willst, niemand darf dir das Christentum absprechen.“) und den „Fundamentalisten“ („Alles im Leben eines Christen muss sich genau nach den uralten Vorschriften der Bibel richten.“)?

„Alles ist erlaubt“, schreibt tatsächlich der Apostel Paulus im Brief an die Korinther, Kapitel 10, Vers 23. Und er meint das ernst: „Denn warum soll meine Freiheit vom Gewissen eines anderen verurteilt werden?“ fragt er im Vers 29. Christen haben es nicht nötig, sich Sorgen zu machen, was andere über sie denken, oder Vorschriften zu übernehmen, die andere aufgestellt haben. Sie wissen, dass sie die Liebe Gottes und den Himmel sowieso nicht verdienen, sondern umsonst geschenkt bekommen.

„Alles ist erlaubt.“
Also kann jeder tun und lassen, was ihm Spaß macht? Lesen wir die Verse, die unser Monatsspruch für Februar 2012 sind, erst zu Ende:
„Alles ist erlaubt - aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt - aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen.“
An die Stelle vieler einzelner Vorschriften tritt die Grundfrage: „Was nützt?“ und zwar: „Was nützt den anderen? Was hilft ihnen, was tut ihnen gut, was festigt unsere Gemeinschaft?“

 

Da ist es doch wohl einfacher, sich durch einen Wald von Geboten zu kämpfen, als bei allem an die anderen zu denken und ihr Wohl zu berücksichtigen! Allerdings ist das einfacher. Aber dass Christ sein einfach ist, steht tatsächlich nirgendwo in der Bibel. Christ sein ist nicht nur schwierig, es ist unmöglich. Es sei denn, man nimmt die Unterstützung anderer Christen und die Kraft unseres Herrn Jesus Christus persönlich in Anspruch. Denn in der Jahreslosung 2012 hat er versprochen:
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

 

Neue Erfahrungen mit dieser verändernden Kraft 
wünscht Ihnen und sich selbst 
Ihr Pfarrer Ludwig Seltmann 

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